Auch das Klosterviertel gewinnt mit der Gartenschau

Das Paradies der historischen Klosteranlage

Das Paradies der historischen Klosteranlage

Das Paradies der historischen Klosteranlage

Das Paradies der historischen Klosteranlage

24. Apr 2017

Das Klosterviertel in Bad Herrenalb ist ein Highlight für alle. Die Gartenschau macht die Wiege Bad Herrenalbs wieder neu erlebbar. Ein Bronzemodell auf dem Vorplatz der Klosterkirche zeigt den ursprünglichen Klosterkomplex im Kleinformat und die tatsächlichen Ausmaße des Grundrisses sind durch Pflasterbänder aus Sandstein sowie einen einheitlichen Bodenbelag nachzuvollziehen. Neu gepflanzte Hecken zeigen den Verlauf der Mauern von nicht mehr sichtbaren Bauten an. So gewinnt der Besucher einen räumlichen Eindruck der früheren Klosteranlage.

Einen kleinen Einblick in den Klosteralltag gewährt das Bürgerprojekt „Klostergarten“ hinter der Klosterkirche. Bepflanzt mit Kräuter- und Heilpflanzen wie Lavendel, Thymian, Arnika, Salbei und Mohn zeigt er wie die damaligen Klosterbewohner sich selbst versorgten. Im neuen Lapidarium veranschaulichen Infotafeln an antiken Steinfragmenten die Position der Ausstellungsstücke innerhalb der früheren Anlage. In den Abendstunden lässt eine neue Lichtinstallation den Klosterbereich erstrahlen.

Naturnaher Gewässerumbau des Gaisbachs

Auch der Gaisbach zeigt sich vom Kurparkeingang bis zur Dobler Straße naturnah und leicht geschwungen umgestaltet. Sandsteine aus der alten Kanalmauer dienen als Störsteine im Wasser und sorgen für eine geringere Fließgeschwindigkeit. Damit finden Kleinstlebewesen optimale Bedingungen sich anzusiedeln. Im Wasser fest verankertes Totholz bietet Fischen Unterschlupf, um sich vor Fischreihern zu verstecken.

Flora und Fauna entwickeln sich sichtlich gut. Sogar die seltene Wasseramsel, die sich vor allem an klaren Bächen und Flüssen in Wald- und Bergregionen aufhält, wurde im Kurpark gesichtet. Neben dem ökologischen Plus bietet die Maßnahme entlang der Klostermauer einen verbesserten Hochwasserschutz. Daher unterstützen das Land Baden-Württemberg und das Landratsamt Calw das städtische Projekt. Die Kosten von rund 454.000 Euro trägt das Land Baden-Württemberg zu 85 Prozent.