Unbrauchbare Sachspenden stellen Herrenalber Tafelladen vor Probleme

07. Mär 2019

Die Hauptaufgabe des Tafelladens in Bad Herrenalb ist es, Menschen in Not mit dem zu versorgen, was sie für das tägliche Leben benötigen.

Gesammelt werden deshalb vor allem haltbare Lebensmittel wie Reis, Nudeln und Konserven. Mit der Zeit haben dann immer mehr Hilfswillige begonnen, dem Tafelladen auch Sachspenden zukommen zu lassen, wie Kleidung, die nicht mehr getragen wird oder ausrangierte Elektrogeräte. Um die Abgabe zu erleichtern, konnten diese Sachspenden bisher im Treppenhaus des Tafelladens abgestellt werden, auch außerhalb der Öffnungszeiten.

Doch damit ist es nun vorbei, denn immer häufiger finden die Tafel-Mitarbeiter ‚Spenden‘ vor, die eigentlich auf den Müll gehören, wie Säcke mit zerschlissenen Kleidungsstücken, kaputte Elektrogeräte oder bunt gemischte Abfall-Sammlungen. „Probleme bereiten besonders die defekten Elektrogeräte“, wie Hauptamtsleiter Johannes Kopp erklärte. „Diese können nicht einfach in den Müll geworfen werden, sondern müssen zur Entsorgung auf die Recyclinghöfe gebracht werden.“ Angesichts der knappen Personalstärke der Tafel wird das in Bad Herrenalb von den Mitarbeitern des Bauhofs übernommen, was unnötige Kosten für die Stadt verursacht.

Um das Problem zu lösen, haben die Stadtverwaltung und das Team des Tafelladens nun beschlossen, das bis auf weiteres Sachspenden nur noch zu den Zeiten abgegeben werden können, an denen auch die Lebensmittelspenden entgegengenommen werden: Dienstags und freitags von 8 bis 12 Uhr. Sachspenden können so direkt bei der Abgabe geprüft und den Spendern gegebenenfalls wieder mitgegeben werden.

„Diese Maßnahme ist in keiner Weise gegen die ungebrochene Hilfsbereitschaft der Herrenalber Bürgerinnen und Bürger gerichtet“, so Johannes Kopp. „Ganz im  Gegenteil: Wir freuen uns nach wie vor über alle, die den Tafelladen unterstützen.“ Das Problem mit den unbrauchbaren Spenden habe aber überhandgenommen, so dass man gezwungen gewesen sei, zu reagieren. Er gehe aber davon aus, dass das Problem durch die neue Regelung schnell der Vergangenheit angehören werde. „Dann kann sich der Tafelladen wieder voll und ganz seiner eigentlichen Aufgabe widmen: Bedürftige mit dem versorgen, was sie tatsächlich benötigen.“