Herrenalber Sommernachtstheater – ein neuer Abschnitt beginnt

Die Aufführungen des Herrenalber Sommernachtstheaters finden in diesem Jahr vom 25. Juni bis zum 11. Juli auf der Freilichtbühne im Klosterviertel statt. ©Stadt Bad Herrenalb

Die Aufführungen des Herrenalber Sommernachtstheaters finden in diesem Jahr vom 25. Juni bis zum 11. Juli auf der Freilichtbühne im Klosterviertel statt. ©Stadt Bad Herrenalb

Die Aufführungen des Herrenalber Sommernachtstheaters finden in diesem Jahr vom 25. Juni bis zum 11. Juli auf der Freilichtbühne im Klosterviertel statt. ©Stadt Bad Herrenalb

Die Aufführungen des Herrenalber Sommernachtstheaters finden in diesem Jahr vom 25. Juni bis zum 11. Juli auf der Freilichtbühne im Klosterviertel statt. ©Stadt Bad Herrenalb

14. Feb 2020

Zwei neue Regisseure, zwei hochmotivierte Ensembles aus neuen und bühnenerprobten Schauspielern und jede Menge Begeisterung – das Herrenalber Sommernachtstheater startet mit viel Elan in die neue Saison

Als Regisseure konnten nach dem Abschied von Andrea und Bodo Kälber mit Michael Gaedt und Alexander Reuter zwei gestandene Bühnenprofis gewonnen werden. Der 62-jährige Gaedt ist Entertainer, Musiker, Schauspieler und Gründungsmitglied der Comedy-Gruppe „Die Kleine Tierschau“. Der gebürtige Stuttgarter Alexander Reuter war als musikalischer Leiter für zahlreiche Bühnenproduktionen verantwortlich, unter anderem für den Musical-Klassiker „My Fair Lady“. Seit 2019 führt er gemeinsam mit Michael Gaedt im Naturtheater Reutlingen Regie, ein Modell, dass die beiden Theatermacher auch in Bad Herrenalb praktizieren. Und das mit Erfolg, wie Johanna Nofer erzählt, die im Herrenalber Rathaus für das Sommernachtstheater verantwortlich ist. „Obwohl wir erst bei den Leseproben sind, ist es den beiden schon jetzt gelungen, in den Ensembles einen tollen Zusammenhalt herzustellen.“ Durch die Leseproben hätte sich zudem schnell herauskristallisiert, welcher Schauspieler für welche Rolle am besten geeignet sei. „Dabei wurde dann auch schon mal umbesetzt“, so Nofer weiter, „was aber völlig problemlos war. Alle Beteiligten haben nur ein Ziel: die perfekte Aufführung auf die Bühne zu bringen.“

Das erwachsene Publikum kann sich in diesem Jahr auf Joseph Kesselrings Broadway-Klassiker „Arsen und Spitzenhäubchen“ freuen, den meisten bekannt durch Frank Capras Filmadaption von 1944 mit Cary Grant in der Hauptrolle, die vom American Filminstitute auf Platz 30 der 100 besten Film-Komödien gewählt wurde. „Arsen und Spitzenhäubchen“ ist eine völlig überdrehte, tiefschwarze und erstaunlich moderne Komödie über familiären Wahnsinn, Polizisten mit literarischen Ambitionen, Rivalität unter Geschwistern und missverstandene Nächstenliebe. Am Tag seiner Hochzeit entdeckt Theaterkritiker Mortimer Brewster, dass seine liebreizenden Tanten Abby und Martha aus Barmherzigkeit alte und einsame Männer mit vergifteten Holunderwein „Gott näher bringen“. Die Leichen werden im Keller von Mortimers Halbbruder Teddy vergraben, der sich für Theodor Roosevelt hält und glaubt, dass die Toten beim Bau des Panamakanals vom Gelbfieber dahingerafft wurden. Um seine Tanten zu schützen, möchte Mortimer die Morde Teddy in die Schuhe schieben, der als stadtbekannter Verrückter nichts weiter zu befürchten hätte, als in die Nervenheilanstalt „Seelenfrieden“ eingewiesen zu werden. Dann taucht mit Jonathan Brewster ein lange verschollener, weiterer Bruder im Hause der Tanten auf, der erstens ein gesuchter Schwerkrimineller ist, zweitens seine eigene Leiche im Gepäck hat und drittens Mortimer auf den Tod nicht leiden kann. Keine einfache Situation für Mortimer, zumal auch noch ständig Polizisten im Haus der Brewsters auftauchen. Und dann ist da noch seine frisch angetraute Ehefrau Elaine, die endlich auf Hochzeitsreise gehen will…

Frei nach Hans-Christian Andersen erzählt Autor Freimund Pankow die Geschichte der „Prinzessin auf der Erbse“ in seinem gleichnamigen Kinder-Theaterstück nicht ganz anders, aber erfrischend neu. Der König quält sich ab mit dem Regieren und der herrschsüchtigen Königin. Der Prinz lässt sich am liebsten von Mama verwöhnen und hat Vorbehalte gegen das Heiraten. Als bei einem Gewitter eine Prinzessin ins Haus schneit, kommt natürlich die Erbse ins Spiel, die Schlusspointe birgt aber eine unerwartete Wendung.

„Arsen und Spitzenhäubchen“ feiert am Donnerstag, den 25. Juni Premiere, „Die Prinzessin auf der Erbse“ am Samstag, den 27. Juni. Die weiteren Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Der Vorverkauf beginnt in Kürze, die Eintrittspreise werden wie im Vorjahr 10 Euro für das Kinderstück sowie 18 Euro für „Arsen und Spitzenhäubchen“ betragen. An den Tages- und Abendkassen kosten die Karten jeweils einen Euro mehr.