Aktion ‚Wir helfen! Bad Herrenalb und Dobel‘ läuft aus

In Krisenzeiten zusammenstehen: (v.l.:) Bürgermeister Klaus Hoffmann, Conny Bludau und Julia Riegger ziehen ein positives Fazit der Aktion „Wir helfen!“. ©Stadt Bad Herrenalb

In Krisenzeiten zusammenstehen: (v.l.:) Bürgermeister Klaus Hoffmann, Conny Bludau und Julia Riegger ziehen ein positives Fazit der Aktion „Wir helfen!“. ©Stadt Bad Herrenalb

In Krisenzeiten zusammenstehen: (v.l.:) Bürgermeister Klaus Hoffmann, Conny Bludau und Julia Riegger ziehen ein positives Fazit der Aktion „Wir helfen!“. ©Stadt Bad Herrenalb

In Krisenzeiten zusammenstehen: (v.l.:) Bürgermeister Klaus Hoffmann, Conny Bludau und Julia Riegger ziehen ein positives Fazit der Aktion „Wir helfen!“. ©Stadt Bad Herrenalb

15. Jun 2020

Hilfestellungen bis auf Ausnahmen nicht mehr nötig

Die am 24. März ins Leben gerufene Aktion ‚Wir helfen! Bad Herrenalb und Dobel‘ wird zum 19. Juni offiziell beendet. Grund ist das Ausbleiben von neuen Hilfsanfragen, nachdem die Corona-Verordnung des Landes immer weiter gelockert wurde. Mit der von den Gemeinden Bad Herrenalb und Dobel initiierten Aktion wurden unbürokratisch Menschen unterstützt, die aufgrund der Pandemie ihre Wohnungen nicht mehr verlassen oder generell aus unterschiedlichsten Gründen alltägliche Besorgungen nicht alleine bewältigen konnten. Durchgeführt wurden die Hilfsaktionen von der evangelischen und katholischen Kirche, der Sozial- und Diakoniestation, vom Arbeiter-Samariter-Bund sowie der Nachbarschaftshilfe Bad Herrenalb/Dobel.

Insgesamt sind in der Koordinierungsstelle im Herrenalber Rathaus rund 30 Hilfsanfragen eingegangen, die meisten davon waren Bitten um Hilfe beim Einkauf. Tatsächlich wurden aber mehr Hilfsleistungen erbracht, als es diese Zahl vermuten lässt. Viele der Hilfesuchenden benötigten regelmäßige Unterstützung, haben aber nur einmal angerufen und die weiteren Leistungen direkt mit den beteiligten Organisationen vereinbart. Gemeldet haben sich zudem nicht nur Hilfesuchende, sondern auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, die selber aktiv helfen wollten.

Herrenalbs Bürgermeister Klaus Hoffmann rückte in seinem Fazit zum Ende der Aktion deshalb auch den solidarischen Aspekt in den Blickpunkt. „‘Wir helfen!‘ hat gezeigt, wie wichtig ehrenamtliches Handeln ist. Alle, denen wir helfen konnten, waren für das Angebot sehr dankbar. Außerdem haben wir viele Menschen dazu inspiriert, uneigennützig ihre Hilfe anzubieten. Darüber freue ich mich ganz besonders.“ Anton Stadlmeier, Diakon der katholischen Kirche in Bad Herrenalb, bestätigte diese Einschätzung. „In der Summe war es so, dass die Hilfsangebote zahlreicher waren als die Nachfragen.“ Die Aktion könne beendet werden, weil „Hilfestellungen bis auf Ausnahmen nicht mehr nötig sind, denn die Menschen können ihre Einkäufe wieder selber tätigen.“

Dobels Bürgermeister Christoph Schaack betonte die gute gemeindeübergreifende Zusammenarbeit und erklärte, er sei „stolz auf die gelebte Solidarität innerhalb unserer Verwaltungsgemeinschaft“ und bedankte sich bei „allen Beteiligten für ihr großartiges Engagement, vor allem auch Frau Riegger und Frau Bludau vom Tourismus und Stadtmarketing Bad Herrenalb für deren vorbildlichen Einsatz!“ Auch Melanie Lausegger, die Geschäftsführerin des Arbeiter-Samariter-Bundes Nordschwarzwald, freute sich darüber, „wie gut, schnell und unkompliziert die Zusammenarbeit von Stadt- und Gemeindeverwaltung Bad Herrenalb, Dobel sowie der Einzelhändler, Hilfsorganisationen und Kirchen in Krisenzeiten funktioniert“ habe. Kirsten Kastner, die Einsatzleiterin der Nachbarschaftshilfe Bad Herrenalb/Dobel, zog ebenfalls ein positives Resümee. „Gut, dass in Krisen Menschen zusammenstehen, um anderen zu helfen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nachbarschaftshilfe haben diese Aktion gerne mitgetragen und unterstützt.“

Für Menschen, die bereits vereinbarte Hilfsleistungen weiterhin benötigen, ändert sich durch die Beendigung der Aktion nichts, wie Julia Riegger, eine der ‚Wir helfen!‘-Koordinatorinnen, bestätigte. „Die Hilfen laufen natürlich weiter.“ Und auch wer neu Unterstützung brauche, werde nicht im Stich gelassen. „Wir bleiben mit unseren Partnern in Verbindung. Wer Hilfe benötigt, wird sie auch in Zukunft bekommen.“