Das Klosterviertel Bad Herrenalb

Die Klosteranlage in Bad Herrenalb

Die Klosteranlage in Bad Herrenalb

Die Klosteranlage in Bad Herrenalb

Die Klosteranlage in Bad Herrenalb

Die Gartenschau Bad Herrenalb 2017 gab den Planern die Chance zur Aufwertung des historischen Klosterviertels. Ziel war es die „Wiege Bad Herrenalbs“ erlebbar zu machen.

Das Kloster erlebbar machen

Ein Bronzemodell des Klosters zeigt den ursprünglichen Aufbau der Anlage. Um die historischen Ausmaße des Klosterviertels zu verdeutlichen, stellen Sandsteine und Hecken die ehemaligen Mauern des Kapitelsaals und des Auditoriums nach.

Die Vorhalle – das Paradies – kommt mit neuem Pflaster und einer Lichtinstallation besser zur Geltung. Der Platz zwischen Kirche und Vorhalle wurde ebenfalls erneuert. Freiflächen, Gärten, Wege und Plätze zeigen sich stilecht angepasst. Im Lapidarium neben der Kirche geben Mauerstücke Zeugnis alter Größe.

Klostergarten Herrenalb

Dieses Bürgerprojekt veranschaulicht durch die Pflanzenauswahl mit Kräutern und Heilpflanzen die Bedeutung der Selbstversorgung für die Mönche. Im kleineren „Mariengärtchen“ blühen Zierpflanzen. Zum Gießen der Pflanzen steht in der Mitte des Gartens ein Schöpfbrunnen.

Das Kneippbecken

Die Kneipp-Anlage erfreut sich vor allem an warmen Tagen großer Beliebtheit. Sie gibt zugleich Einblick in die Zeit der Kaltwasserheilanstalt von Dr. med. Phil. Friedrich Weiß.

Kleine Historie des Klosters

1149 gründete Berthold III. von Eberstein Herrenalb mit dem Kloster Alba Dominorum, ein Hauskloster mit Grablege, und übergab es an die Zisterzienser. Bis zum Ende des 13. Jahrhunderts wandelte sich das Kloster zu einem kleinen Wirtschafts- und Kulturzentrum. Ansiedlungen um den Klosterbereich bildeten mit der Zeit die Gemeinde Herrenalb.

1525 wurde die Klosteranlage im Bauernkrieg stark beschädigt. Teile der Ausstattung, der Bibliothek und des Archivs gingen damals verloren. Nachdem Herzog Ulrich die Reformation eingeführt hatte, mussten 1536 alle Mönche das Kloster verlassen. Die nach 1556 eingerichtete Klosterschule wurde bereits 1595 wieder geschlossen.

Von der im späten zwölften Jahrhundert vollendeten Klosterkirche sind Reste der Vorhalle mit romanischen Bauelementen und der Westgiebel zu sehen. Zudem ist der spätgotisch erneuerte Chor erhalten, der seit 1739 als evangelisches Gotteshaus dient. Darüber hinaus existieren zwei alte Speicherbauten mit teilweise romanischem Mauerwerk sowie Reste eines Befestigungsturms mit Buckelquadern.