Zuschlag fürs Grünprojekt 2017

15. Dez 2009

Jubel im Rathaus von Bad Herrenalb: Die Kurstadt hat das Grünprojekt, die kleine Landesgartenschau des Landes Baden-Württemberg, für das Jahr 2017 erhalten. "Klasse, wunderbar, das ist für unsere Zukunft wichtig", war der erste freudige Kommentar des von der Nachricht überwältigten Bürgermeisters Norbert Mai.

Das Landeskabinett hatte unter dem Vorsitz von Ministerpräsident Günther Oettinger den Zuschlag an Bad Herrenalb unter anderem deswegen gegeben, so das Staatsministerium in einer Pressemitteilung, weil man damit einen wichtigen Impuls für die weitere Entwicklung der Kurstadt geben könne.

Für die erforderliche Investition in grüne Freiräume erhält Bad Herrenalb einen Zuschuss aus Stuttgart in Höhe von maximal fünf Millionen Euro. Das Landeskabinett würdigte ausdrücklich bei seinem Zuschlag für die Kurstadt, die außerordentlich gelungene Machbarkeitsstudie für das Grünprojekt. Diese Studie hatten die Sindelfinger Landschaftsarchitekten Stötzer+Neher GmbH im Auftrag des Gemeinderats unter dem Motto "Das blaue Band an der Alb" erarbeitet.

Die Herrenalber Gemeinderäte hatten sich einstimmig für die Teilnahme an dem Wettbewerb um das Grünprojekt ausgesprochen. Das Projekt - Gesamtkosten vier Millionen Euro - soll die gesamten Grünbezüge der Kernstadt entlang der Alb betrachten und diese miteinander vernetzen.
Das von der Stadt für die zukünftige Entwicklung aufgestellte Leitbild der Tourismusstadt soll durch das Zusammenbinden der gesamten Talsohle zu einem wahrnehmbaren Kur- und Erholungszentrum gestärkt werden.
Das Grünprojekt soll vom Schwimmbad oben am Rennbach bis zur Kullenmühle laufen.
Wichtige Punkte sind dabei die Aufwertung des Kurparks und die Schweizerwiese und nicht zuletzt die Umgestaltung des Rathausvorplatzes in der Kurstadt. "Die Realisierung der kleinen Landesgartenschau ist für uns eine große Herausforderung", meinte gestern Norbert Mai gegenüber der BNN.

Als nächsten Schritt auf dem Weg zum Grünprojekt der Stadt im Jahre 2017 (130 Jahre Stadtrecht) soll es jetzt einen Ideenwettbewerb geben. Der Calwer CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Blenke zeigte sich über den Zuschlag erfreut: "Damit wird der Landkreis Calw nach der Landesgartenschau 2012 in Nagold innerhalb weniger Jahre erneut Standort einer wichtigen Grüngestaltungsmaßnahme."
Für die Kurstadt sei die Zusage wichtig für die Modernisierung der Infrastruktur. Die Entscheidung trage zur nachhaltigen Unterstützung des gesellschaftlichen Lebens vor Ort bei. Blenke hat sich nach eigenen Worten in der Vergangenheit in enger Abstimmung mit Norbert Mai für das Projekt beim Landwirtschaftministerium eingesetzt.

Auch ums Grünprojekt hatten sich im Einzugsgebiet Rheinstetten und Malsch beworben. Sie haben zwar für die Jahre 2015 bis 2018 keinen Zuschlag erhalten, könnten sich jedoch theoretisch in den folgenden Jahren bewerben.


Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der BNN