badherrenalb.de
DRUCKVERSION
zur Suche
zur Navigation
zum Inhalt
zum Seitenfuß

Bad Herrenalber Sommernachts-Theater
präsentiert mit „Das kalte Herz“
einen Schwarzwald-Klassiker

Von Sagen, Sonntagskindern
und Sonderlingen

Das Sommernachts-Theater Bad Herrenalb entstand anlässlich des 850-jährigen Stadtjubiläums im Jahre 1999. Wir bieten unserem Publikum engagiertes Amateurtheater auf hohem Niveau. Die Idee des Bad Herrenalber Sommernachts-Theaters verkörpert ein breites Engament der Bevölkerung verbunden mit der Zielsetzung, jeweils andere elementare Spielorte unter professioneller Betreuung zu inszenieren. Neben der schauspielerischen Arbeit legen wir besonderen Wert auf eine harmonische Einheit von Kulisse und Stück, Bühnenbild und Kostüme sowie einer ausgefeilten Licht- und Tontechnik.

Mit dem Schwarzwald-Klassiker „Das kalte Herz“ bringt das Bad Herrenalber Sommernachts-Theater dieses Jahr ein märchenhaftes Bühnenstück zur Aufführung: Tauscht der Kohlemunk Peter sein Herz gegen Stein, Wärme gegen Kälte, Gefühle gegen Geld? Und: Kann das Glasmännlein Wünsche erfüllen?
... Die Übertragung des Märchens in die heutige Zeit fällt nicht schwer, flimmert doch der Reiz des wohlhabenden „Superstars“ über alle Kanäle.
Das Thema der Bad Herrenalber Inszenierung 2004 ist durchaus ernst und tiefgründig: die Hartherzigkeit gegen die Herzlichkeit der Menschen. Nach rund zwei Stunden Spielgeschehen siegt – wie bei allen Märchen – das Gute.
In der einmalig mystischen Umgebung zwischen Alb und Falkensteinfelsen inszeniert Eva Martin-Schneider mit knapp 20 Laienschauspielern und rund 100 ehrenamtlichen Helfern das diesjährige Stück des Sommernachts-Theaters mit viel Atmosphäre: neben Nebel, Licht- und Toneffekten wird die passende Musik der Simmersfelder Gruppe KAIKAI dazu arrangiert – speziell auf das „Kalte Herz“ zugeschnitten.

Die Aufführung ist kein explizites Kinder-Märchen, dennoch können Kinder ab ca. 10 Jahren das Stück besuchen.

Inhalt des Stücks

Regie und Bearbeitung: Eva Martin Schneider

Es war einmal ein armer Köhlersohn. Er hieß Peter und mußte tagein, tagaus am Meiler stehen und Holz zu Kohle verbrennen. Eine dreckige Arbeit war das, die ihm viel Spott einbrachte, aber kein Geld.
Ganz besessen von der Vorstellung reich zu sein, fällt Peter in tiefen Kummer.
Da erscheint ihm eines Tages seine Großmutter Bethel. Sie erzählt ihm von einem guten Geist, der Sonntagskindern Wünsche erfüllt. Sie verrät ihm auch einen Zauberspruch, um den Geist zu rufen - doch die letzten Worte trägt ein böser Wind fort.
Lisbeth, die Tochter eines Holzhändlers, hat ihr Herz an Peter verloren. Auch sie kennt die Sage, aber sie glaubt nicht an die Märchen der Alten. Sie hofft, Peters Kummer mit ihrer Liebe heilen zu können.
Und tatsächlich entdeckt Peter in Lisbeths Lied den fehlenden Reim.
Der Glasmann erscheint auf Peters Rufen. Peter wünscht sich eine Glashütte und immer so viel Geld in der Tasche zu haben wie der Ezechiel. Den dritten Wunsch versagt ihm das Geistlein.
Endlich ist Peter reich und geachtet. Doch als Peter im Spiel dem Ezechiel sein Geld abnimmt, hat auch er keinen Cent mehr. Dieser verdammte Glaszwerg hat ihn reingelegt! Zuhause wartet der Schuldeneintreiber. Der "Spielepeter" hat nichts verkauft - im Ausland produziert man billiger.
Die Munks werden von Haus und Hof vertrieben. Diese Notlage nutzt der Holländer-Michel. Auch er wohnt im Tannenbühl. Er ist der böse Gegenspieler des Glaszwerges. Der Riese lebt von den Herzen der Menschen: "Tausche Herz gegen viel Geld". Peter lässt sich auf den Handel ein. Sein Herz aus Stein fühlt nun keinen Schmerz mehr, kein Mitleid - aber auch keinerlei Freude.
Peter flieht von zuhause, um sein Glück in der Welt zu suchen.
Reich beladen mit Andenken, kehrt er nach Jahren in seine Heimat zurück. Dort hat sich alles verändert - nur Lisbeths Liebe scheint gleichgeblieben: Die beiden heiraten.
Lisbeths gute Seele sorgt sich um das viele Elend, das das Paar umgibt.
Eines Tages erschlägt Peter seine Frau aus Zorn über ihr Tun.
Da meldet sich die Stimme des Glaszwerges. Der dritte Wunsch soll ihm sein warmes Herz wiederbeschaffen. Das vermag der Glasmann aber nicht. Er verrät ihm jedoch einen Trick und gibt ihm einen Zauber mit auf den Weg. Der Michel tappt in die Falle. Peter bekommt sein Herz wieder und auch Lisbeth wird wieder zum Leben erweckt: ... und wenn sie nicht gestorben sind...

Mystische Kulisse: Unter den Felsen
Peter und das Glasmännlein
Probenszene: Lisbeth und Peter, im Hintergrund das Glasmännlein und der Holländer-Michel
Letzte Änderung: 29.03.2005 / 07:42 Uhr
Ausgedruckt am 11.09.2010 / 01:05